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Malixer Geschichte

Malix wurde im Jahre 1291 erstmals erwähnt, lateinisch hiess das Dorf Umbilicum.

Südöstlich des Dorfes erbauten die Freiherren von Vaz in der Mitte des 12. Jahrhunderts eine Burg. Sie gelangte im Jahre 1259 an die Herren von Strassberg, von denen sie den heutigen Namen hat. Die Bündner zerstörten die Burg am 5. März des Jahres 1499.

Im Jahre 1358 kaufte das Kloster Churwalden dem Bischof von Chur das Dorf Malix mit allen Leuten ab. Im Jahre 1526 trat das Dorf zum Protestantismus über. Das Kloster verlor seine Machtstellung. Die früheren Lehensleute erhielten eigenen Grund und Boden. Inzwischen war das Churwaldnertal Mitglied des Zehngerichtenbundes geworden und damit später ein Teil des Kantons Graubünden.

Seit dem Jahre 1709 gibt es in Malix ein Zivilstandsregister. Alte Malixer Geschlechter sind die Battaglia, Held, Roffler, Pfosi, Raschein, Schocher, Schmid, Schett, Senti, Schädler und Walser. Fast alle stammen von den Walsern ab, welche im Mittelalter aus dem Wallis zuwanderten und meistens in entlegenen Gebieten der Ostalpen neue Höfe gründeten. In Malix verdrängten sie, nachdem sie anfangs wohl nur die Aussenhöfe besiedelt hatten, immer mehr die romanische Bevölkerung. Viele romanische Flurnamen wie Prasantjan, Cartschins, Stravals und Mitschireins erinnern an die ursprünglich romanischen Bewohner.

Ein verheerender Brand zerstörte im Jahre 1865 das Oberdorf, das anschliessend mit grossem Aufwand neu aufgebaut wurde.

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In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Malix ein schmuckes Bauerndorf, wo mit traditionellen Methoden Landwirtschaft betrieben wurde. Neben der Viehzucht war auch der Anbau von Kartoffeln und Getreide bedeutend. Die Aehre im Gemeindewappen erinnert an den früher weit verbreiteten Getreideanbau. Nach dem 2. Weltkrieg setzte die Motorisierung ein. Wegen ihr wurde eine bessere Erschliessung der Grundstücke nötig, die mit der Melioration erreicht wurde. Diese wurde in den sechziger Jahren begonnen und im Jahre 1981 abgeschlossen.

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Im Jahre 1958 wurde die Brambrüeschbahn gebaut. Das ehemalige Maiensäss Brambrüesch entwickelte sich immer mehr zu einem beliebten Feriendomizil, vor allem der Churer.

In den letzten 25 Jahren erlebte Malix eine starke Bautätigkeit. Neben vielen Privathäusern wurden auch ein Mehrzweckgebäude, ein Schulhaus und ein Werkhof erstellt. Die Wohnbevölkerung war im Jahre 1850 mit 426 Personen und 100 Jahre später mit 450 Personen etwa gleich gross. Heute leben 730 Einwohnerinnen und Einwohner in Malix.